Allgemein

14. Gute-Tat Marktplatz 2019

20.11.2019 - Berlin

Rückblick

Unter dem Motto „KOMMEN.REDEN.HANDELN!“ trafen sich am 19. November im Hotel InterContinental rund 80 Vertreter von Berliner Wirtschaftsunternehmen und knapp 80 Vertreter von 44 gemeinnützigen sozialen Organisationen, um in anregender Atmosphäre Möglichkeiten eines Engagements unterschiedlicher Art zu initiieren. Somit hatte der 14. Gute-Tat Marktplatz mehr Unternehmen und Teilnehmer als in den Vorjahren. Schirmherr der Veranstaltung war der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller.

Viele Berliner Unternehmen engagieren sich bei sozialen Projekten in der Hauptstadt. Die auf dem Marktplatz vereinbarten Vereinbarungen werden in den darauf folgenden Wochen und Monaten realisiert. Die Bandbreite der gemeinsamen vereinbarten Kurz- oder Langzeitprojekte Projekte waren dabei groß: Die Unternehmen helfen beispielsweise mit Beratungs- und Weiterbildungsangeboten, Bewerbungstraining und Coaching für Jugendliche, sie bieten Hilfe bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten, der Pflege und Aktualisierung von Webseiten oder der Erstellung von Informationsmaterial an, unterstützen mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten oder anderen Sachspenden. Nur das Thema Geld ist beim Gute-Tat Marktplatz tabu: Bei den Vereinbarungen, die soziale Organisationen und Unternehmen treffen, handelt es sich ausschließlich um „geldwerte Vorteile“ in beiden Richtungen.

Jürgen Grenz, Vorstand der Stiftung Gute-Tat, sagt: „Das Konzept „sozialer Marktplatz“ hat sich erneut als erfolgreich erwiesen: Die Teilnehmer kamen auf unkonventionelle Art miteinander ins Gespräch und jede Seite brachte ein, was sie am besten kann. Es hat sich auch 2019 bestätigt, dass es beim Gute-Tat Marktplatz um ein Tauschgeschäft mit gegenseitigem Gewinn geht.“

Ein großes Dankeschön an alle HelferInnen, die uns bei dem diesjährigen Gute-Tat Marktplatz ehrenamtlich und mit großem Einsatz unterstützt haben!

Hier einige Impressionen vom bunten Marktplatztreiben mit großem Dank an unsere ehrenamtlichen Fotografen Ines Meier – IHK Berlin und Beata Sisak Photography:

 

Der 14. Gute-Tat Marktplatz 2019 wurde unterstützt von:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückblick 13. Marktplatz 2018

22.11.2018 - Berlin

Vertreter vieler Berliner Unternehmen kamen am 22. November zum 13. Gute-Tat Marktplatz ins Ludwig Erhard Haus. Hier kamen sie mit Mitarbeitern von mehr als 30 sozialen Organisationen ins Gespräch, um neue Kooperationen zu vereinbaren. Schirmherr der Veranstaltung war der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller.

Ganz herzlichen Dank an die vielen Ehrenamtlichen, die uns bei der Veranstaltung unterstützt haben! Und wie bei so vielem: Nach dem Marktplatz ist vor dem Marktplatz – wir würden uns freuen, auch im nächsten Jahr wieder auf viele Helfer und Helferinnen bauen zu können.

 

 

 

 

 

 

Google Impact Challenge

08.03.2016 18:22

Gewinner-Urkunde
Wir haben gewonnen!

Aus tausenden Bewerbungen haben Google und eine Fachjury unser inklusives Bildungsprojekt “Lernen durch Engagement” ausgewählt:

Ganz herzlichen Dank an alle, die für uns gestimmt haben.

 

2. CSR Barcamp

25.01.2016 - Berlin

CSRcamp16_123CSRcamp16_113 Auch dieses Jahr war die Stiftung Gute-Tat wieder beim CSR Barcamp mit dem Thema freiwilliges Engagement vertreten. Bei interessanten Diskussionen zu Themen wie „Wie kann ich meine Mitarbeiter für CSR begeistern?“, „Win-Win-Win mit Skills-Based Volunteering“ oder auch „Unconscious Biases: Wieso man sich nicht immer selbst vertrauen kann“ ergaben sich einige Erkenntnisse und interessante Diskussionen. Wir freuen uns schon auf neue Anregungen im nächsten Jahr.

(Fotos: Axel Kammann)

Darf ein Geflüchteter ein Bankkonto eröffnen?

25.01.2016 13:45

Asylberechtigte und Geflüchtete, die nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt oder geduldet sind, haben ab Juni 2016 einen Anspruch darauf, ein Girokonto bei einer Bank ihrer Wahl zu eröffnen. Dies wurde am 28. Oktober 2015 von der Bundesregierung beschlossen. Bislang sind Geflüchtete ebenso wie etwa Obdachlose auf die Entscheidung der Banken und Sparkassen angewiesen, die oftmals eine Kontoeröffnung ablehnen – etwa weil Dokumente fehlen. Im alltäglichen Leben in Deutschland ist jedoch ein eigenes Konto oft unverzichtbar, es wird zum Beispiel gebraucht um Gehalt zu empfangen oder Miete zu überweisen. Das wird nun mit dem sogenannten Basiskonto möglich, ebenso wie Ein- und Auszahlungen, Lastschriften und Kartenzahlungen. Mit dem neuen Gesetz setzt die Bundesregierung die EU-Zahlungskontenrichtlinie von 2014 um. Neu ist, dass fehlende Passdokumente mit anderen Unterlagen ersetzt werden können, zum Beispiel mit Dokumenten der Asylbehörde. Kommen die Banken oder Sparkassen ihrer Pflicht zur Kontoeröffnung nicht nach, werden sie von der Bankenaufsicht Bafin dazu verpflichtet. Ablehnen dürfen sie die Kontoeröffnung nicht schon wegen schlechter Bonität des Antragstellers. Stattdessen müssen schwerwiegendere Gründe vorliegen, zum Beispiel dass der Geflüchtete bereits ein Basiskonto hat oder wegen Betruges im Zusammenhang mit einem Bankkonto vorbestraft ist.

Dürfen und müssen junge Geflüchtete die Schule besuchen?

25.01.2016 13:44

In allen Bundesländern haben die Kinder von Geflüchteten das Recht, eine Schule zu besuchen. Den Beginn der Schulpflicht haben die Länder allerdings unterschiedlich geregelt. In Berlin unterliegen sie nicht der Schulpflicht, solange sie kein Aufenthaltsrecht und auch keine sogenannte Duldung besitzen. Befinden sie sich im Asylverfahren oder sind geduldet, unterliegen sie der allgemeinen Schulpflicht.

Für die Kinder ist Bildung der Schlüssel zur Integration und die Schule der wichtigste Ort um Deutsch zu lernen. Die Schulen müssen sich dafür auf die speziellen Bedürfnisse ihrer ausländischen Schüler einstellen. Hierfür wurden von vielen Schulen Vorbereitungs- und Sprachlernklassen eingerichtet und in den letzten Jahren teilweise schon Erfahrungen gesammelt. Andere Schulen müssen die Kinder von Anfang an in den normalen Unterricht einbinden, obwohl viele von ihnen die deutsche Sprache noch nicht beherrschen. Unter den neuen Schülern sind auch Kinder, die aufgrund der Situation in ihren Herkunftsländern noch nie eine Schule besuchen konnten und daher weder lesen noch schreiben gelernt haben. Die Integration der Kinder in den Schulalltag stellt oftmals eine große Herausforderung für Lehrer und Mitschüler, aber auch für die Kinder selbst dar. In Berlin werden neu zugezogene Kinder in sogenannten Willkommensklassen unterrichtet, bis sie über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen, um am normalen Unterricht teilzunehmen.

Um die Integration durch die (Schul-)Bildung zu unterstützen, wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den nächsten Jahren rund 130 Millionen Euro investieren. Alle Maßnahmen im Überblick: https://www.bmbf.de/de/alle-massnahmen-im-ueberblick-fluechtlinge-durch-bildung-integrieren-1817.html

Darf ein Asylbewerber ein Praktikum machen?

25.01.2016 13:41

Das Praktikum wird als eine Form der Beschäftigung angesehen. Will ein Geflüchteter ein Praktikum machen, gelten für ihn also die gleichen Beschränkungen wie bei der Aufnahme einer anderen Beschäftigung. Das liegt daran, dass ein Praktikant für die Dauer des Praktikums in den Betriebsablauf integriert werden, um seine Kenntnisse praktisch anwenden zu können. Praktika bedürfen daher grundsätzlich der Zustimmung der Ausländerbehörde, solange der Geflüchtete noch keinen unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt hat. Bis zum 01. August 2015 musste die Ausländerbehörde zusätzlich die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit zu einem Praktikumsantrag einholen. Dies wurde jedoch durch eine Überarbeitung der Beschäftigtenverordnung geändert. Die Regelung gilt grundsätzlich für Pflichtpraktika, Orientierungspraktika, ausbildungs- oder studienbegleitende Praktika bis zu drei Monaten, sowie für Praktika im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildungsvorbereitung.

Dürfen Asylbewerber eine Ausbildung machen?

25.01.2016 13:40

Die Ausbildung wird als eine Form der Beschäftigung angesehen, sodass dieselben Voraussetzungen für ihre Aufnahme gelten wie für jede andere Arbeit. Der Geflüchtete brauch eine Beschäftigungserlaubnis oder er muss sich als Asylbewerber mindestens drei Monate in Deutschland aufgehalten und eine Erlaubnis der Ausländerbehörde eingeholt haben. Eine Besonderheit hat der Bundestag im Juli 2015 für geduldete Jugendliche bis 21 Jahre beschlossen: Ein Auszubildender darf auch dann bis zum Ende der Ausbildung in Deutschland bleiben, wenn seine Duldung zwischenzeitlich erloschen ist.

Dürfen Asylbewerber in Deutschland studieren?

25.01.2016 13:39

Grundsätzlich dürfen Geflüchtete in Deutschland ein Hochschulstudium aufnehmen bzw. fortführen. Das gilt insbesondere für Menschen mit Asylberechtigung oder einem anerkannten Flüchtlingsschutz, aber auch für Personen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist oder die einen Duldungsstatus haben. Um studieren zu können, müssen die Geflüchteten ihre Identität, ihren Schulabschluss, Deutschkenntnisse und die Anerkennung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nachweisen.

Für viele Geflüchtete ist jedoch etwa das Vorlegen von Zeugnissen unmöglich, da ihre Unterlagen zerstört wurden oder sie auf der Flucht ihr Hab und Gut zurück lassen mussten. In diesen Fällen kann die Hochschule die Qualifikation des Bewerbers auf andere Weise prüfen. Die Geflüchteten haben sogar einen Anspruch auf diese Prüfung. Der folgt aus der Lissabon-Konvention, einem Übereinkommen über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region, die Deutschland im Jahr 2007 unterzeichnet hat. Die Hochschulen können bei der Prüfung derzeit auf die Bewertungsvorschläge der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen der Kultusministerkonferenz zurückgreifen (Bewertungsvorschläge der KMK-ZAB). Ob der Geflüchtete für ein Studium qualifiziert ist, kann zum Beispiel geprüft werden, indem er interviewt wird. Mit den Informationen kann so eine individuelle Bildungsbiografie erstellt werden, die zusätzlich durch Eignungs- und Studierfähigkeitstests ergänzt werden kann.

Ein weiteres Problem ist, dass für das Studium Deutschkenntnisse eines bestimmten Niveaus vorausgesetzt werden. Der Zugang zu den Sprachkursen, die für das Studium qualifizieren würden, ist jedoch beschränkt. Anspruch auf die staatlichen Sprachkurse des Integrationsprogrammes haben bislang nur Asylberechtigte und Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis. Um studieren zu können, müssen die Flüchtlinge aber entweder nachweisen, dass sie eine „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ auf der Niveaustufe 2 oder eine Prüfung im Rahmen eines „Test Deutsch als Fremdsprache“ auf der Niveaustufe TDN 4 bestanden haben. Die DSH-Prüfung wird von Hochschulen und Studienkollegs angeboten. Der TestDaF kann in den entsprechenden TestDaF-Zentren abgelegt werden.

Eine zusätzliche Hürde stellt oft auch die Finanzierung des Studiums dar. Viele Geflüchtete sind auf die Gewährung von BaföG angewiesen. BaföG können jedoch nur Asylberechtigte oder Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis beantragen, die sich bereits 15 Monate und länger in Deutschland aufhalten. Allen anderen bleibt diese staatliche Beihilfe verwehrt.

Liegen die Voraussetzungen für das Studium noch nicht vor, können studieninteressierte Geflüchtete an Hochschulen Angebote wahrnehmen, um sich auf das Studium vorzubereiten. Es gibt beispielsweise die Möglichkeit als Gasthörer oder im Rahmen eines Schnupperstudiums Veranstaltungen zu besuchen. Hat der Geflüchtete keinen Schulabschluss, der in Deutschland zum Studieren berechtigt, kann er sich mit anderen internationalen Studierenden in einem Studienkolleg auf die „Prüfung zur Feststellung der Eignung ausländischer Studienbewerber für die Aufnahme eines Studiums an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland“ vorbereiten. Wer diese sogenannte Feststellungsprüfung besteht, hat Zugang zu einer deutschen Universität oder anderen Hochschule.

Die Bundesländer fördern den Zugang von Geflüchteten zu Hochschulen derzeit unterschiedlich stark. In Berlin können Sprachkurse besucht und weitere Maßnahmen in Anspruch genommen werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit eine finanzielle Unterstützung bis 2.000 Euro zu erhalten. Damit können beispielsweise Bewerbungs-, Einschreibungs- und Sprachtestgebühren sowie Sozialbeiträge bezahlt werden. Die Gebühren für ein Gasthörerstudium werden ebenfalls übernommen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich der Studierende selbst um seinen Lebensunterhalt kümmern kann und nicht zu einer Gruppe von Geflüchteten gehört, die Deutschland voraussichtlich bald verlassen müssen.

Mehr unter https://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/uebersicht-berlin-brandenburg.html

http://www.hrk.de/themen/internationales/arbeitsfelder/fluechtlinge/#c14867

Darf ein Asylbewerber einer Arbeit nachgehen?

25.01.2016 13:38

In den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland dürfen Asylbewerber keiner Arbeit nachgehen. Das gilt sowohl für ehrenamtliche als auch für bezahlte Arbeit. Auch danach gelten zunächst Einschränkungen. Die Arbeitsagenturen müssen in den folgenden 15 Monaten stets prüfen, ob neben dem Asylbewerber auch ein inländischer oder europäischer Bewerber für dieselbe Stelle zur Verfügung steht. Ist dies der Fall, werden diese vorrangig beschäftigt (sog. Vorrangprüfung). Erst nach Ablauf der 15 Monate haben die Asylbewerber unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt. Ganz verzichtet wird auf die beschriebenen Einschränkungen nur in Ausnahmefällen; etwa wenn in bestimmten Berufsgruppen ein eklatanter Fachkräftemangel besteht und ausgeglichen werden muss. Kann der Asylsuchende die gesuchte Qualifikation vorweisen, bekommt er schneller Zugang zum Arbeitsmarkt.

Durch das BAMF anerkannte Flüchtlinge und Asylbewerber, die einen positiven Bescheid erhalten haben, dürfen grundsätzlich uneingeschränkt arbeiten. Ein umfassendes Beschäftigungsverbot gilt dagegen für Asylbewerber, die aus einem sicheren Herkunftsstaat stammen. Da sie nach dem geltenden Aufenthaltsrecht nicht in Deutschland bleiben werden, dürfen sie weder arbeiten noch eine Ausbildung beginnen.

Von der Beschäftigung der Asylbewerber profitieren dabei beide Seiten. Das deutsche Sozialsystem und die Steuerzahler werden entlastet. Gleichzeitig kann sich der Geflüchtete leichter in die Gesellschaft integrieren und seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Etwa die Hälfte aller Asylsuchenden hat nämlich eine berufliche oder akademische Ausbildung. Für viele stellt die erzwungene Untätigkeit der ersten Monate eine große Belastung dar, sodass sie gern so schnell wie möglich eine Arbeit aufnehmen würden.